gGmbH
Geschlechtergerechte Unterstützung ist gefragt (Statement zu den Beschlüssen der EKD-Synode zur Aufarbeitung sex. Gewalt in der ev. Kirche) Das Evangelische Zentrum Frauen und Männer begrüßt die Beschlüsse der Synode der EKD vom 14.11.2018 zur Aufarbeitung sexualisierter Gewalt in der Kirche.  „Menschen, die im Raum der evangelischen Kirche sexualisierter Gewalt ausgesetzt waren, haben ein Anrecht auf Unterstützung, die konsequent und geschlechtsspezifisch sein muss“, betonen die Geschäftsführenden des Zentrums, Dr. Eske Wollrad und Martin Rosowski. „Es ist wichtig, dass eine einzurichtende unabhängige zentrale Anlaufstelle professionelle geschlechtersensible Unterstützung zur Verfügung stellt, um das Vertrauen der Betroffenen in die Ernsthaftigkeit der Übernahme von Verantwortung zu gewinnen“, bewertet Dr. Eske Wollrad die Beschlüsse. Auch die geplanten Studien zur Bedarfslage der Betroffenen und zu den besonderen Risikofaktoren kirchlicher Strukturen müssten geschlechtsspezifische Dimensionen angemessen berücksichtigen. „Von sexualisierter Gewalt in der Kirche sind in hohem Maß auch Männer betroffen. Oft stehen einer empathischen Thematisierung der Verletzungen von Jungen und Männern allerdings noch immer klassische Geschlechterbilder im Wege. Das hat bisher leider häufig die Einrichtung  spezifischer Unterstützungsangebote für männliche Betroffene behindert“, stellt Martin Rosowski fest. Generell sei die doppelte Sprachlosigkeit zu bewältigen, die sich angesichts tabubehafteter Themen wie Gewalt einerseits und Sexualität andererseits gerade auch in der Kirche finde. Die Auseinandersetzung mit sexualisierter Gewalt erfordere weiterhin, die Lebenswirklichkeiten aller Geschlechter in der Kirche wie auch in der Gesellschaft differenziert zu betrachten und ernst zu nehmen, erklärten Wollrad und Rosowski.
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Geschlechtergerechte Unterstützung ist gefragt (Statement zu den Beschlüssen der EKD-Synode zur Aufarbeitung sex. Gewalt in der ev. Kirche) Das Evangelische Zentrum Frauen und Männer begrüßt die Beschlüsse der Synode der EKD vom 14.11.2018 zur Aufarbeitung sexualisierter Gewalt in der Kirche.  „Menschen, die im Raum der evangelischen Kirche sexualisierter Gewalt ausgesetzt waren, haben ein Anrecht auf Unterstützung, die konsequent und geschlechtsspezifisch sein muss“, betonen die Geschäftsführenden des Zentrums, Dr. Eske Wollrad und Martin Rosowski. „Es ist wichtig, dass eine einzurichtende unabhängige zentrale Anlaufstelle professionelle geschlechtersensible Unterstützung zur Verfügung stellt, um das Vertrauen der Betroffenen in die Ernsthaftigkeit der Übernahme von Verantwortung zu gewinnen“, bewertet Dr. Eske Wollrad die Beschlüsse. Auch die geplanten Studien zur Bedarfslage der Betroffenen und zu den besonderen Risikofaktoren kirchlicher Strukturen müssten geschlechtsspezifische Dimensionen angemessen berücksichtigen. „Von sexualisierter Gewalt in der Kirche sind in hohem Maß auch Männer betroffen. Oft stehen einer empathischen Thematisierung der Verletzungen von Jungen und Männern allerdings noch immer klassische Geschlechterbilder im Wege. Das hat bisher leider häufig die Einrichtung  spezifischer Unterstützungsangebote für männliche Betroffene behindert“, stellt Martin Rosowski fest. Generell sei die doppelte Sprachlosigkeit zu bewältigen, die sich angesichts tabubehafteter Themen wie Gewalt einerseits und Sexualität andererseits gerade auch in der Kirche finde. Die Auseinandersetzung mit sexualisierter Gewalt erfordere weiterhin, die Lebenswirklichkeiten aller Geschlechter in der Kirche wie auch in der Gesellschaft differenziert zu betrachten und ernst zu nehmen, erklärten Wollrad und Rosowski.